Selbstbestimmt leben mit Unterstützung, die zu dir passt: Hier erfährst du, was Persönliche Assistenz ist, wer sie bezahlt – und wie du auf carebee direkt die passenden Menschen findest oder selbst Assistenzgeber:in wirst. Kostenlos, ohne Konto, ohne Agentur.
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Assistenz-Anzeigen ansehen Assistenz suchen (Anzeige aufgeben) Assistenz anbietenPersönliche Assistenz bedeutet: Menschen mit Behinderung organisieren ihre Unterstützung selbst – statt sich Einrichtungen oder fremden Dienstplänen anzupassen.
Assistenzgeber:innen unterstützen genau dort, wo es gebraucht wird – im Haushalt, bei der Körperpflege, unterwegs, im Beruf oder in der Freizeit. Die Assistenznehmer:innen entscheiden dabei selbst, wer ihnen assistiert, wann, wo und wie. Dieses Selbstbestimmungsprinzip ist kein Wunschdenken, sondern verbrieftes Recht: Artikel 19 der UN-Behindertenrechtskonvention garantiert das Leben in der eigenen Wohnung mit selbst gewählter Unterstützung, und seit dem Bundesteilhabegesetz sind Assistenzleistungen ausdrücklich als Anspruch der Eingliederungshilfe verankert (§ 78 SGB IX).
Persönliche Assistenz ist damit etwas grundlegend anderes als klassische „Versorgung“: Die Fachperson für das eigene Leben ist der Mensch mit Behinderung selbst – Assistent:innen leihen Hände, Augen oder Wege, nicht die Entscheidungen.
Die Selbstbestimmt-Leben-Bewegung beschreibt Persönliche Assistenz über fünf Entscheidungsbereiche, die bei den Assistenznehmer:innen liegen:
Du planst, wann und in welchem Umfang Assistenz stattfindet – vom Dienstplan bis zur Vertretung.
Du wählst aus, wer dich unterstützt – und kannst dich auch wieder trennen, wenn es nicht passt.
Du verwaltest die Mittel – etwa über das Persönliche Budget – und bezahlst deine Assistenz selbst.
Du bestimmst, wie assistiert wird – deine Abläufe, deine Regeln, dein Alltag.
Du entscheidest, wo assistiert wird: zu Hause, unterwegs, im Job, im Urlaub.
Haushalt, Körperpflege, Einkaufen, Wege und Termine – die häufigste Form, oft stundenweise bis rund um die Uhr, finanziert über Eingliederungshilfe, Persönliches Budget und ergänzend die Pflegekasse.
Unterstützung am Arbeitsplatz, damit Qualifikation zählt statt Barrieren. Wird auf Antrag vom Inklusionsamt finanziert – zusätzlich zum normalen Lohn und unabhängig vom eigenen Einkommen.
Praktische Unterstützung für Mütter und Väter mit Behinderung – vom Wickeln bis zur Begleitung zum Kinderarzt. Das Kind bleibt beim Elternteil, die Assistenz gleicht Barrieren aus.
Mitschriften, Wege auf dem Campus, Laborarbeit: Assistenz macht Bildung zugänglich – ein klassisches Feld auch für studentische Assistenzgeber:innen mit flexiblen Zeiten.
Konzert, Verein, Urlaub – Teilhabe endet nicht an der Wohnungstür. Freizeitassistenz wird oft über das Persönliche Budget oder den Entlastungsbetrag der Pflegekasse organisiert.
Sicherheit in der Nacht – von gelegentlicher Hilfe beim Umlagern bis zur durchgehenden Bereitschaft, häufig kombiniert mit Alltagsassistenz in einem Assistenzteam.
Auch das gehört zur Selbstbestimmung: Sexualassistenz und Sexualbegleitung für Menschen mit Behinderung. carebee vermittelt das nicht selbst, verweist aber über das Kooperations-Netzwerk an spezialisierte Anbieter.
Die wichtigste Botschaft: Assistenz scheitert selten am Geld – sondern am Wissen über die Anträge. Die drei zentralen Wege:
Geld statt Sachleistung (§ 29 SGB IX): Der Kostenträger überweist monatlich, du bezahlst deine Assistent:innen selbst – als Arbeitgeber:in oder über einen Dienst. Formloser Antrag beim Rehabilitationsträger genügt.
Assistenzleistungen sind Rechtsanspruch (§ 78 SGB IX). Seit dem Bundesteilhabegesetz gilt: über 71.000 € Schonvermögen, Partner-Einkommen bleibt unangetastet – die alte Angst „erst alles aufbrauchen“ ist überholt.
Pflegegeld, Verhinderungspflege und der Entlastungsbetrag lassen sich mit Assistenz kombinieren – gerade für stundenweise Unterstützung im Alltag.
carebee ist für die ganze DACH-Region gebaut – und auch die Finanzierung gibt es in allen drei Ländern:
Die Eingliederungshilfe nach dem BTHG finanziert Persönliche Assistenz – am flexibelsten über das Persönliche Budget, mit dem du deine Assistent:innen im Arbeitgebermodell selbst anstellst. Kostenlose Hilfe beim Antrag geben die EUTB-Beratungsstellen und die Zentren für selbstbestimmtes Leben (ZsL).
Persönliche Assistenz am Arbeitsplatz wird bundesweit über das Sozialministeriumservice gefördert; Assistenz in Alltag und Freizeit regeln die Bundesländer unterschiedlich – ergänzt durch das Pflegegeld in sieben Stufen. Beratung bieten die österreichischen Zentren für Selbstbestimmt Leben.
Die Invalidenversicherung zahlt seit 2012 den Assistenzbeitrag: Wer eine Hilflosenentschädigung bezieht und zu Hause lebt, kann Assistent:innen direkt anstellen – das Arbeitgebermodell ist hier sogar Voraussetzung. Die Umkreissuche von carebee funktioniert mit Schweizer Postleitzahlen genauso wie mit deutschen.
Du stellst deine Assistent:innen selbst ein: maximale Selbstbestimmung bei Auswahl, Zeiten und Abläufen. Lohnabrechnung und Versicherungen kannst du an Abrechnungsdienste abgeben.
Der Dienst übernimmt Verwaltung, Verträge und Vertretung – du gibst dafür einen Teil der Kontrolle ab. Beides lässt sich über das Persönliche Budget finanzieren, und beides beginnt mit derselben Frage: Welche Menschen passen zu mir?
PLZ eingeben und Angebote im Umkreis ansehen – oder in zwei Minuten eine kostenlose Stellenausschreibung veröffentlichen, auf die sich Assistenzgeber:innen melden.
Unter jeder Anzeige kannst du Rückfragen stellen – so entsteht schon vor dem ersten Treffen ein Gefühl füreinander. Jede Anzeige wird moderiert; Auffälliges wird vor der Veröffentlichung geprüft.
Kein Konto, keine Agentur, keine Provision: Ihr sprecht direkt miteinander und vereinbart selbst Zeiten, Aufgaben und Vergütung.
Ohne Ausbildungspflicht, stundenweise bis Vollzeit, auch neben dem Studium: Persönliche Assistenz ist ein Nebenjob, der wirklich ankommt. Du bringst Zuverlässigkeit und Respekt mit – angelernt wird alles Übrige von den Menschen, die du unterstützt.
Aktuelle Stellenausschreibungen – melde dich direkt:
Ein Nebenjob für den Nachmittag oder nach Feierabend, bei dem Tage, Häufigkeit und Uhrzeit mitbestimmt werden: Ich suche eine feste Assistenz (m/w/d) für etwa 26 Stunden im Monat. …
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Menschen mit Behinderung, die für ein selbstbestimmtes Leben Unterstützung brauchen – unabhängig von Alter oder Art der Beeinträchtigung. Der Anspruch ergibt sich aus der Eingliederungshilfe (§ 78 SGB IX, Assistenzleistungen); Grundlage ist das Recht auf selbstbestimmtes Leben aus Artikel 19 der UN-Behindertenrechtskonvention. Den konkreten Bedarf stellt der zuständige Träger im Gesamtplanverfahren fest.
Für die meisten Assistenznehmer:innen ist die Assistenz selbst kostenfrei, weil Kostenträger sie finanzieren: über das Persönliche Budget, die Eingliederungshilfe, bei Arbeitsassistenz das Inklusionsamt und ergänzend Leistungen der Pflegekasse. Seit dem Bundesteilhabegesetz bleiben dabei über 71.000 Euro Erspartes geschützt, Partner-Einkommen wird nicht herangezogen. carebee selbst ist vollständig kostenlos – ohne Provision und ohne Vermittlungsgebühren.
Formlos beim zuständigen Rehabilitationsträger (z. B. Eingliederungshilfe-Träger) – ein Satz genügt: „Ich beantrage Leistungen als Persönliches Budget.“ Danach folgen Bedarfsermittlung und eine Zielvereinbarung; ausgezahlt wird monatlich, damit du deine Assistenz selbst bezahlst. Kostenlose Unterstützung beim Antrag bieten die EUTB-Beratungsstellen und die Zentren für selbstbestimmtes Leben (ZsL).
Ja – genau das ist der Kern der Persönlichen Assistenz. Im Arbeitgebermodell stellst du deine Assistent:innen selbst ein und bestimmst, wer dich wann und wie unterstützt. Auch bei einem Assistenzdienst hast du ein Mitspracherecht bei der Auswahl. Auf carebee findest du Menschen direkt: Du liest ihre Anzeigen, stellst öffentlich Fragen und entscheidest selbst, mit wem es passt.
Auf carebee gibst du deine Postleitzahl ein und wählst den Umkreis – von „nur Ort“ bis landesweit (Deutschland, Österreich, Schweiz). Oder du drehst den Spieß um und veröffentlichst in zwei Minuten eine kostenlose Stellenausschreibung: Dann melden sich Assistenzgeber:innen bei dir. Jede Anzeige wird moderiert; auffällige Inhalte werden vor der Veröffentlichung geprüft.
Die Vergütung vereinbaren Assistenznehmer:in und Assistenzgeber:in direkt – sie liegt üblicherweise über dem Mindestlohn und orientiert sich an den Sätzen der Assistenzdienste in der Region sowie an Aufgaben, Zeiten (Nacht- und Wochenenddienste) und Erfahrung. Im Arbeitgebermodell ist der Lohn Teil des bewilligten Persönlichen Budgets. Tipp für beide Seiten: die Vorstellung zur Vergütung schon in der Anzeige oder im ersten Gespräch offen ansprechen.
Ja. Persönliche Assistenz ist ausdrücklich kein Pflegeberuf mit Ausbildungspflicht – gefragt sind Zuverlässigkeit, Respekt und die Bereitschaft, sich anleiten zu lassen: Die Assistenznehmer:innen sind die Fachleute für ihr eigenes Leben. Viele Assistenzgeber:innen arbeiten stundenweise oder in Teilzeit, auch neben dem Studium. Auf carebee kannst du dein Angebot kostenlos und ohne Konto einstellen.
Rund-um-die-Uhr-Assistenz heißt: Ein Team mehrerer Assistent:innen wechselt sich in Schichten ab – Tag, Nacht und Wochenende –, damit du zu jeder Zeit Unterstützung hast. Finanziert wird sie über die Eingliederungshilfe und das Persönliche Budget, bei hohem Bedarf ergänzt um Leistungen der Pflegekasse. Im Arbeitgebermodell stellst du dein Team selbst zusammen und legst die Dienstpläne fest – die passenden Menschen dafür findest du auf carebee in deiner Region.
Außerklinische Intensivpflege richtet sich an Menschen mit hohem medizinischem Bedarf – etwa bei Beatmung –, die zu Hause oder in einer Wohngemeinschaft statt im Krankenhaus leben möchten. Die pflegerische Versorgung übernehmen Pflegefachkräfte, finanziert über die Krankenkasse (§ 37 SGB V); für Teilhabe und Alltag lässt sie sich mit Persönlicher Assistenz verbinden. Auch hier gilt dein Wunsch- und Wahlrecht: Du bestimmst mit, wo und mit wem du lebst.
Plane Vertretung am besten von Anfang an ein: Im Arbeitgebermodell hilft ein kleiner Pool aus mehreren Assistent:innen, die sich gegenseitig vertreten können. Kurzfristige Ausfälle lassen sich über die Verhinderungspflege der Pflegekasse finanzieren. Und wenn wirklich schnell jemand fehlt, findest du auf carebee kurzfristig Menschen in deiner Nähe – oder du gibst in zwei Minuten ein kostenloses Gesuch auf.